Multiple Sklerose
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e-med Forum Multiple Sklerose 20. Juni 2018 Kontakt  Impressum  Datenschutz  
 

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Ayurveda - eine Antwort auf Multiple Sklerose


Kurze Einführung in Ayurveda

Ayurveda ist die traditionelle indische Heilkunde und wird an den Universitäten in Indien, wie auch Homöopathie oder Schulmedizin für die Dauer von 5 ½ Jahren gelehrt.

Ayurveda, die älteste umfassende Heilkunde hat ihren Ursprung vor über 3000 Jahren in Indien und ist als die Mutter aller Naturheilsysteme bekannt. Der Sanskrit Begriff ‚Ayurveda' besteht aus zwei Wörtern - Ayus und Veda. Ayus bedeutet Leben und Veda bedeutet Wissen. So ist die wörtliche Bedeutung von Ayurveda, das Wissen vom Leben.

Laut Ayurveda ist es nicht möglich, die Lebensprozesse in Teilprozesse zu zerlegen, sondern man kann sie nur eingebettet und untrennbar verbunden mit der Umwelt und der Natur untersuchen. Ayurveda sieht den Menschen als Einheit von Körper und Geist und berücksichtigt die Wechselwirkung der verschiedenen Organsysteme im Körper aufeinander. Ayurveda betrachtet den Menschen als ein offenes System, das ständig mit seiner Umwelt in Wechselwirkung steht. Der menschliche Körper befindet sich ständig im Fluss, indem das Wechselspiel von Materie und Energie ihn ständig vom Gleichgewicht zum Ungleichgewicht und umgekehrt bewegen. Vollkommene Gesundheit gibt es nur bei Ausgeglichenheit.

 


Konzept der Neurologie in Ayurveda

Die Form des Lebensprozesses wird durch die Konnektivität des Nervensystems bestimmt. Dieses Verständnis steht über dem heutigen Wissen über die Anatomie und die Funktionsweise der Nerven. Die Freude, die man empfindet, wenn man plötzlich seinen Lieblingsduft spürt oder die Sonne nach einem Regentag hervorkommt gehören dazu. Alle Aspekte der Kognition sowohl objektiv als auch subjektiv, das individuelle Naturell, Gefühle, geistige Aktivitäten, ja selbst jede Bewegung im Körper werden in Ayurveda dem Nervensystem zugerechnet, das als Vata oder Vata Dosha bezeichnet wird. Unser Hormonsystem, unser Bewegungssystem oder unser Kreislauf usw. sind letztendlich alle von unserem Nervensystem abhängig. Aufgrund dieser Abhängigkeit werden in Ayurveda alle diese Systeme als "lahm" bezeichnet.

 


Multiple Sklerose und Ayurveda

Zum besseren Verständnis unterteilt man in Ayurveda Vata in 5 verschiedene Aspekte von Vata. Erkrankungen können in jedem von ihnen auftreten, aber bei MS konzentriert sich die Behandlung und die Heilpflanzen auf 2 von ihnen.

In Caraka Samhita (eines der Standardwerke von Ayurveda), die vor mehr als 1000 Jahren verfasst wurde, werden 80 Vata Erkrankungen (neurologische Erkrankungen) beschrieben. Von diesen wird natürlich keine als Multiple Sklerose bezeichnet, aber man kann Symptome, die an MS erinnern in 3-4 der Erkrankungen wieder finden. Wir wissen, daß es bei MS zur Demyelinisation (Entmarkung) von Nervengewebe kommt, aber die Ursachen für diesen Prozess, welche Nerven betroffen sind und dementsprechend auch die Symptome, sind verschieden. So wird MS in Ayurveda eher als Syndrom betrachtet und nicht als eine einzelne Erkrankung.

Entsprechend der Komplexität des Vata Doshas (Nervensystems) hat auch die MS mannigfaltige Ursachen, die mit der Umwelt, der Ernährung, dem Lebensstil usw. zusammenhängen. MS wird als Erkrankung betrachtet, die sich als ein fortlaufender Prozess darstellt, der Monate und Jahre vor der Diagnose begonnen haben kann.

 


Behandlung von MS in Ayurveda

Zur Anwendung kommt eine Therapiemethode, die vor allen Dingen bei neurologischen Erkrankungen beachtliche Erfolge gebracht hat. Sie wurde von Swami Dattathreya in Rishikesh (Himalaya, Indien) entwickelt und von Vaidyaratnam Dr. R. Raghavan (IFART in Aluva, Indien) verfeinert.

 

1. Konsultation

Am Anfang einer solchen Kur steht immer die Konsultation, bei der auch eine Pulsdiagnose (deshalb morgens) gemacht wird. Erst nach dieser Konsultation kann eingeschätzt werden, was im Einzelfall erreicht werden kann, welches Kräuteröl eingesetzt wird, welcher Zeitpunkt für die Therapie günstig wäre und wie lange die Kur voraussichtlich dauert. Oftmals muss eine Ernährungsumstellung und Änderungen im Lebensstil schon vor dem Beginn der Therapie vorgenommen werden.

 

2. Vorbereitende Behandlung

Es werden 2 Ziele verfolgt, um letztendlich die ununterbrochene Durchführung der Hauptbehandlung zu ermöglichen.

a) Die Verdauung muss gut sein, damit ein zu starkes Ansteigen von Kapha während der langen Ölbehandlung vermieden wird.

b) Der Schlaf muss qualitativ gut sein, damit die Regenerierung der Nerven optimal angeregt werden kann.

 

3. Hauptbehandlung

Bei der Behandlung von MS wir wenden mehr als 30 verschiedene Arten von Therapien an. Welche Therapien zum Einsatz kommen, hängt von der Konstitution des Patienten, dem Stadium der Erkrankung, dem Alter des Patienten, dem Allgemeinzustand des Patienten, der Jahreszeit usw. ab. Einige der Therapien sind Murdi Thaila (Öleinreibung des Kopfes), Kanji Dhara (Kräutersudguß), Abhyanga (Massage), Shiro Dhara (Stirnguß), Shiro Vasti (Mit Hilfe eines Lederhuts kommt ca. 1 l Kräuteröl in Kontakt mit der Kopfhaut), Kizhi (Kräuterbeutelmassage), Thaila Dhara (Ganzkörperölguß), Pizhichil (Variation von Ganzkörperölguß), Anuvasana Basti (Öleinlauf), Asthapana Basti (Kräutersudeinlauf), Karna Poorana (Ohrenbehandlung), Tarpana (Augenbehandlung)

 


Kräuteröle, Bedeutung und Zubereitung

Immer wieder werden Massagen oder Stirngüsse mit Sesamöl als Ayurvedabehandlungen angeboten. Das hat jedoch mit Ayurveda nichts zu tun. Sesamöl ist ein Basisöl, so wie man zum Suppe kochen Wasser braucht. Einem Ayurveda-Arzt für seine Therapien nur Sesamöl zur Verfügung zu stellen ist genauso unsinnig, wie einem 5 Sterne-Koch zum Suppe kochen nur Wasser zu geben. Aber selbst unter den Kräuterölen sind nur wenige für die Behandlung von MS geeignet.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Qualität der Öle, deshalb werden 7 bis 11-fach potenzierte Kräuteröle verwendet. Der Ausdruck Potenzieren steht hier nicht wie in der Homöopathie für Verdünnen, sondern für das Gegenteil. Für eine Potenzierung wird das 4 bis 8-fache der Basismenge an Kräuterextrakt und Kräutersud zugefügt. Kräuterextrakt wird aus frischen Blättern oder der ganzen Pflanze gewonnen. Kräutersud wird bei Wurzeln, Rinde o.ä. mit dem 4- bis 8- fachen an Wasser zubereitet. Die Zubereitung dieser Kräuteröle dauert ca. 3 Wochen.

 


Dauer der Behandlung und Prognose

Die Ayurveda-Kur sollte in 3 aufeinander folgenden Jahren etwa zur selben Jahreszeit durchgeführt werden, das gilt auch wenn bereits nach der ersten Kur Symptomfreiheit erreicht wurde.

Neurologische Erkrankungen wie MS sind in der Regel progressiv, so dass man nach der ersten Kur nicht erwarten kann, dass die Symptome schon alle abgeklungen sind. Bei Fällen, die schon länger diagnostiziert sind, braucht man in der Regel mindestens 2 Kuren, um die Symptomatik zu beseitigen. Allerdings heißt das noch nicht, dass auch der pathologische Prozess dahinter bereits ausgeheilt ist.

 


Fallbeispiele, Details der Behandlungsergebnisse

Wir betrachten hier die Resultate von 4 Ayurveda Therapie-Programmen die von Prasanth Raghavan (B.A.M.S. Mangalore-Universität, Indien) durchgeführt wurden. Wir legen unser Augenmerk dabei vor allen Dingen auf die Linderung von Symptomen (Schmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, Blasenkontrolle, Sehnervenentzündung etc.) und nicht so sehr auf MRT's (in der Magnetresonanztomografie werden die sogenannten Läsionen sichtbar gemacht, die das Fortschreiten der Erkrankung dokumentieren auch wenn der Patient momentan keinen Schub hat), Untersuchungen der Reflexe o.ä.

 

Tom F. 48 Jahre alt, aus USA, MS Diagnose im Januar 1994.

Symptome : Gangstörungen und Einknicken im rechten Knie, Sensibilitätsstörungen im Unterarm, Wade und Kniekehle, Kopfschmerzen, Sehstörungen, reduzierte Blasenkontrolle

Ayurveda-Kur Sommer 95, 96 und 97, nach der ersten Kur Symptomfreiheit, die bis jetzt anhält, der Patient führt ein normales Leben.

Der neue Neurologe fragte den Patienten nach der Betrachtung der neuen MRT: "Wer hat Ihnen denn erzählt, daß Sie MS haben?" In der diesjährigen MRT konnte der Neurologe nach Vergleichen mit den alten MRT's nur noch eine Läsion erkennen, die noch dazu fast verheilt ist. Der Patient kann inzwischen über 100 Meilen an einem Tag mit dem Fahrrad fahren, was einen Eindruck von seinem Gesundheitszustand vermittelt.

 

Biju M. 26 Jahre alt, aus Indien, MS Diagnose 1989

Symptome: blind, nach schwerem Schub 1998 Spastik im Hals (dreht Kopf immer zu einer Seite), nur noch Hell - Dunkelsehen, bettlägerig

Ayurveda-Kur: Frühjahr 99, 00, 01 und 02 nach der ersten Kur kein Schub mehr, halbseitige Lähmung hat sich zurückgebildet, nach der zweiten kann er auf dem linken Auge wieder lesen, rechtes Auge verbessert, Sprache normal.

 

Peter K. 55 Jahre alt, aus Deutschland, MS Diagnose 1995

Symptome : Gangstörungen, kann nicht weiter als 1500 m gehen (rechtes Bein versagt nach 1000 - 1500 m, Nachziehen des rechten Beins bei Müdigkeit), Schmerzen an rechter unterer Rippe und linkem Knöchel, verstärkter Harndrang (muß 3-5 mal pro Nacht raus), depressive Verstimmung

Ayurveda-Kur Februar/März 2004 (nächste Kur für Februar/März 2005 geplant), Zustand stabil, Gehen jetzt 15 km, Laufen 500 m, alle anderen MS Symptome haben sich zurückgebildet

 

Tanja P. 34 Jahre alt, aus Deutschland, MS Diagnose 1996

Symptome :Gehstrecke bei Erstkontakt ca. 700 m, starke Gleichgewichtsstörungen, Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit in unteren Extremitäten, Schwierigkeiten beim Schreiben, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen etc.

bei Kurbeginn schwerer Schub, kann nur noch ca. 50 m gehen

Ayurveda-Kur: seit Mitte Oktober (wird noch durchgeführt), nach 30 Tagen Behandlung ist das Gleichgewicht verbessert, Gehen jetzt ca. 4700 m und andere Symptome wie die Schwierigkeiten beim Schreiben haben sich verbessert, keine Schmerzen in den Beinen mehr.

 

 

Kurzvita vom Author

Prasanth Raghavan Ayurveda-Arzt (B.A.M.S.-Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery) hat am bekannten SDM College of Ayurveda unter der Mangalore Universität, in Südindien graduiert. Nach dem Universitäts Studium setzte er seine Studien unter seinem Vater fort. Sein Vater ist der bekannte Ayurveda-Arzt Vaidyaratnam Dr.R.Raghavan, ein Student der berühmten Banares Ayurveda Universität und Schüler von Swami Dattathreya, der auch Allopathie studiert hat.

Über 4 Jahre praktizierte Dr. Prasanth in der Familienklinik in Kerala (Indien). Seit 2001 ist er in Deutschland tätig.

Sein besonderes Interesse gilt der Heilung von neurologischen Erkrankungen und er hat Artikel über verschiedene Themen in und außerhalb von Indien präsentiert. Für ihn ist Ayurveda nicht nur ein Beruf sondern eine Berufung, der das ganze Leben untergeordnet ist. Er ist schon in dem Ayurveda - Milieu aufgewachsen und war schon in der Grundschule in der Lage ca. 300 Kräuter zu identifizieren und half bei den Kräuterzubereitungen in der Familienklinik. Durch sein tiefes Verständnis von Ayurveda und seine mitfühlende Art im Umgang mit den Patienten wird Ayurveda in seiner Ursprünglichkeit gezeigt, wie es im Westen unbekannt ist.

 

Aktuelle Situation der DATMS in der Ayurveda-Praxis in Bad Schönborn

(DATMS = Dattathreya Ayurveda Therapie für Multiple Sklerose)

mehr dazu hier

 

 

Kontaktadresse:

Petra Tsekos

Prasanth Raghavan

Ayurveda Praxis

Franz-Peter-Sigel-Str. 46

76669 Bad Schönborn

 

Tel.: 07253 959 656

p.tsekos@web.de

drprasanth@web.de