Multiple Sklerose
Anzeige
 
e-med Forum Multiple Sklerose 5. Februar 2012 Kontakt  Impressum  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

Rahmenempfehlungen zur Behandlung der MS

Methodische Aspekte

 

Behandlungen

Kortikosteroidbehandlung

Betainterferontherapie

Glatirameracetat/Copolymer-1

Intravenöse Immunglobuline

Azathioprin

Mitoxantron

Cyclophosphamid

Methotrexat



Therapie mit Azathioprin


Wirkung bisher vorwiegend durch Klasse-II Studien belegt Der Therapie der Multiplen Sklerose verfügt über langjährige Erfahrung mit Azathioprin, obwohl bisher nur eine Klasse-I Studie, dafür aber mehrere Klasse-II Studien vorliegen. Insgesamt kann eine Reduktion der Schubfrequenz als gesicherte Wirkung gelten. Da aber kernspintomographische Untersuchungen in den bisherigen Studien fehlen, kann noch kein abschließenden Urteil gebildet werden. Die Konsensus-Gruppe empfiehlt eine Prospektivstudie unter Einschluß kernspintomographischer Untersuchungen, die bei etablierter, zugelassener immunprophylaktischer Therapie (Betainterferone) sinnvollerweise als dreiarmige Studie (Azathioprin versus Betainterferon versus Kombinationsbehandlung) durchgeführt werden sollte.    
Azathioprin wirkt schubmindernd und ist als Langzeit-Therapie einsetzbar Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird eine Therapie mit Azathioprin bei einer Dosierung von 2-3 mg/kg Körpergewicht als Basistherapie bei schubförmigem Verlauf der Multiplen Sklerose als sinnvolle Möglichkeit angesehen. Eine Langzeit-Therapie für ca. 10 Jahre bei Patienten mit stabilem Krankheitsverlauf, die schon vorher mit Azathioprin behandelt wurden, wird aufgrund der Langzeitsicherheit von Azathioprin befürwortet. Dazu ist aber eine ein- bis zweimonatliche Kontrolle des Blutbildes erforderlich, die die Effektivität der Behandlung belegt.    
Die Wirkung tritt erst 2-5 Monate nach Beginn der Einnahme ein Für Patienten, die eine Injektionstherapie ablehnen, oder bei denen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen eine andere Therapieform nicht möglich machen, ist die Medikation mit Azathioprin eine Alternative. Allerdings muß mit einem verzögerten Wirkungseintritt von 2 bis 5 Monaten nach Beginn der Einnahme gerechnet werden.