| Cyclophosphamid besitzt einen zytotoxischen Effekt |
Cyclophosphamid besitzt eine allgemeine immunsuppressive Wirkung, die wahrscheinlich vorwiegend auf einem zytotoxischen Effekt bei sich rasch teilenden Zellen basiert. Die vorliegenden Studien, die bis auf eine Klasse-II Studien sind, zeigen keine eindeutige Überlegenheit eines bestimmten Therapieschemas mit Cyclophosphamid beim Multipler Sklerose. Allerdings scheinen Subgruppen von der Therapie - zumindest vorübergehend - zu profitieren. |
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| Einsatz wird nur in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Chemotherapeuten befürwortet |
Die Behandlung mit Cyclophosphamid kann als Eskalation im Rahmen einer immunmodulatorischen Stufentherapie bei Therapieversagen anderer Therapieformen eingesetzt werden. Die Konsensus-Gruppe empfiehlt wegen der teilweise erheblichen Nebenwirkungen bei hohen Einmaldosen eine alternative Applikationsform mit z. B. 3 x täglichen Einzeldosen. Entscheidend für die Wirksamkeit der Therapie erscheint aber die Durchführung in Abständen von 4 bis 6 Wochen mit einer Dosierung von 600 mg/m² Körperoberfläche. Verändert sich die Gesamtzahl der Leukozyten, so muß die Dosis angepaßt werden. Cyclophosphamid sollte nur in Zusammenarbeit mit einem in der Chemotherapie erfahrenen Arzt und einem MS-Zentrum durchgeführt werden. |
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| Alle Möglichkeiten ausschöpfen |
Die Konsensus-Gruppe befürwortet eine Behandlung mit Cyclophosphamid als mögliche Option bei besonders schweren und rasch progredientem Verlauf der Multiple Sklerose, wenn andere Möglichkeiten der Eskalationstherapie ausgeschöpft wurden. |
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