| Geringere Anzahl der Schübe |
Die therapeutische Wirksamkeit intravenös verabreichter Immunglobuline konnte in einer großen Studie mit Klasse-I Evidenz nachgewiesen werden. Die Schübe waren reduziert, allerdings ergaben sich nur eingeschränkte Hinweise auf die Beeinflussung der Progression der Multiplen Sklerose. |
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| Weitere Untersuchungen sind notwendig |
Bisher ist auch die Frage nach der Dosierung nicht eindeutig geklärt. Immunglobuline sind ein humanes Produkt und stammen aus einem großen Spenderpool. Aus diesem Grund müssen z. B. die Auswirkungen unterschiedlicher Chargen und ein Vergleich verschiedener Immunglobulinpräparate noch näher untersucht werden. |
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| Therapieempfehlung |
Insgesamt zeigen aber die vorliegenden Untersuchungen eine Wirksamkeit intravenöser Immunglobuline bei der schubförmigen Multiplen Sklerose. Die Konsensus-Gruppe empfiehlt derzeit den Einsatz der Präparate nur bei ausgewählter Indikation und nach Rücksprache mit einem in der MS-Therapie erfahrenen Zentrum. |
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| Remyelinisierender Effekt noch fraglich |
Zwar wurde im Tierversuch ein remyelinisierender Effekt von intravenös verabreichten Immunglobulinen entdeckt, da aber hierzu keine überzeugenden Daten aus humanen Untersuchungen vorliegen, kann diesbezüglich auch keine Empfehlung ausgesprochen werden. |
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| Es wird eine stabile Schubrate während der Postpartalzeit erwartet |
Eine kleine Untersuchung am 9 Patientinnen beschäftigte sich mit der Reduktion von Schüben in der Postpartalzeit (Zeit direkt nach der Geburt eines Kindes). Im natürlichen Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose ist in der Postpartalzeit mit einem Anstieg der Schübe zu rechnen. Unter Gabe von intravenös verabreichten Immunglobulinen kam es zu keinem Anstieg der Schubrate bei den betroffenen Patientinnen. Da aber bisher keine Studie mit Klasse-I Evidenz vorliegt, können keine Empfehlungen für eine prophylaktische Therapie mit Immunglobulinen für diese Patientinnen gegeben werden. |
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