Multiple Sklerose
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e-med Forum Multiple Sklerose 7. September 2010 Kontakt  Impressum  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

Rahmenempfehlungen zur Behandlung der MS

Methodische Aspekte

 

Behandlungen

Kortikosteroidbehandlung

Betainterferontherapie

Glatirameracetat/Copolymer-1

Intravenöse Immunglobuline

Azathioprin

Mitoxantron

Cyclophosphamid

Methotrexat



Therapie mit Mitoxantron


Einsatz in der Tumortherapie als wirksames Zytostatikum Mitoxantron ist als Zytostatikum in der Behandlung von Tumorerkrankungen etabliert. Die Wirksamkeit in der Therapie der Multiplen Sklerose wurde in drei Klasse-I Studien neueren Datums nachgewiesen. Dabei konnte eine Reduktion der Schubzahl und der Krankheitsprogression gezeigt werden.    
Patienten mit kardiologischen Vorerkrankungen sind von der Behandlung ausgeschlossen Nebenwirkungen können sein: Übelkeit, Erbrechen, sekundäre Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung für über 6 Monate), anhaltende Knochenmarkssuppression, Risiko einer kongestiven Kardiomyopathie ab einer kumulativen Gesamtdosis von ca. 160 mg/m² Körperoberfläche. Vor Beginn der Behandlung sollte im mindestens halbjährlichen Abstand echokardiographische Untersuchungen zur Festlegung der linksventrikulären Ejektionsfraktion durchgeführt werden. Patienten mit einer kardialen Vorerkrankung sollten von der Therapie ausgeschlossen sein. Die akuten Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen lassen sich gut therapieren.    
Mitoxantron ist bei schubförmigem und bei sekundär progredientem Verlauf einsetzbar Insgesamt sieht die Konsensus-Gruppe Mitoxantron als sehr effektives immunprophylaktisches Medikament bei der Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose an, das aber nur etwa 24-36 Monate zur Behandlung eingesetzt werden sollte. Nach sorgfältiger Abwägung der Indikation sollte Mitoxantron vorwiegend bei Patienten mit hochfrequentem schubförmigem Verlauf und schlechter Remissionstendenz bzw. bei Therapieversagen eines Betainterferon-Präparates und bei sekundär progredientem Verlauf mit rascher Progression eingesetzt werden.    
Behandlung in Zusammenarbeit mit einem MS-Zentrum Die Behandlung sollte nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit einem MS-Zentrum erfolgen. Dabei muß eine engmaschige Kontrolle des Blutbildes, der Leber- und Nierenfunktionswerte und der quantitativen Echokardiographie durchgeführt werden. Ergibt sich eine linksventrikuläre Ejaktionsfraktion von mehr als 10 Prozent, so muß die Therapie abgebrochen werden. Frauen sollten unter Behandlung mit Mitoxantron eine sichere Empfängnisverhütung durchführen.