Multiple Sklerose
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- 26.08.2014


Kann der Verlauf von Multipler Sklerose beeinflusst werden?

 


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Entzündungsforschung“ und der Universität zu Lübeck haben ein Gen identifiziert, welches die Übertragungsgeschwindigkeit von Nervenfasern beeinflusst. Bei der Erkrankung Multiple Sklerose (MS) ist diese Nervenleitungsgeschwindigkeit verändert. Die neuen Erkenntnisse könnten zukünftige Therapien dieser Erkrankung beeinflussen.
Das Forschungsteam des Lübecker Instituts für Experimentelle Dermatologie und des Instituts für Medizinische Biometrie und Statistik untersuchte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus München, Magdeburg, Spanien, Österreich und Schweden die genetischen Ursachen für veränderte Nervenleitungsgeschwindigkeiten.

Etwa zehn Gene, die für eine Steuerung der Nervenleitungsgeschwindigkeit in Frage kamen, wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern genauer untersucht. Das sogenannte Kandidatengen, welches veränderte Leitungsgeschwindigkeiten in den Nerven verursacht, wiesen die Forscherinnen und Forscher schließlich im Mausmodell nach. Sie konnten zeigen, dass kleine Varianten im Genom, sogenannte SNPs, die Ausbreitung der Signale entlang der Nervenfaser beeinflussen.

Bei einer zusätzlichen Studie, die gesunde und an MS erkrankte Personen verglich, konnte ein Zusammenhang zwischen dem Vorkommen der neu entdeckten Genvariante und dem Auftreten von MS nachgewiesen werden. „Unsere Ergebnisse könnten zu neuen Ansatzmöglichkeiten für die Prävention und Behandlung von MS führen“, erklärt Studienleiter und Clustermitglied Professor Saleh Ibrahim. „In unserem nächsten Schritt wollen wir erforschen, wie stark Veränderungen im Genom mit dem Schweregrad der MS Erkrankung assoziiert sind.“

Quelle: Universität Lübeck, Exzellenzcluster Entzündungsforschung


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