Multiple Sklerose
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- 05.11.2014


11-Jahresdaten der BENEFIT-Studie unterstreichen den Nutzen einer frühzeitigen Interferon-beta-1b-Therapie bei einem klinisch isolierten Syndrom

 


Die frühzeitige Erstlinienbehandlung mit Betaferon® (Interferon beta-1b) kann auch noch elf Jahre nach Therapiestart einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf eines klinisch isolierten Syndroms (CIS) haben, mit längerer Zeit bis zur klinisch definierten Multiplen Sklerose (CDMS) und geringerer jährlicher Schubrate im Vergleich zu initial mit Placebo behandelten Patienten. Dies unterstreichen neue Langzeitdaten der BENEFIT-Studie, die während des gemeinsamen Kongresses ECTRIMS und ACTRIMS (European and American Committees for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) in Boston, USA, vorgestellt wurden.

Wie diese Daten zeigen, wurde nach elf Jahren bei Patienten mit einem Therapiebeginn sofort nach dem ersten klinischen Ereignis gegenüber denjenigen mit einer verzögerten Behandlung mit Interferon beta-1b folgender Nutzen beobachtet:

- eine längere Zeit bis zur Entwicklung einer klinisch definierten MS (CDMS) mit einer 33%igen Verringerung des entsprechenden Risikos.

- eine längere Zeit bis zum nächsten Schub mit einer 34,5%igen Risikoreduktion.

- eine niedrigere jährliche Schubrate mit einer 19,06%igen Risikoreduktion.

- der EDSS-Score (Expanded Disability Status Scale) zur Einstufung der Behinderung blieb in beiden Studienarmen mit im Median 2,0 niedrig und insgesamt stabil mit einer medianen Veränderung vom Studienbeginn an um 0,5. Im Beobachtungsjahr 11 waren noch 69,8% der Studienteilnehmen mobil mit nur minimalen Anzeichen einer Behinderung oder keinen Anzeichen dafür (EDSS < 3,0);

- 73,4% der für die BENEFIT-11-Jahresdaten analysierten Patienten befanden sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis verglichen mit 81,3 Prozent bei Beginn der BENEFIT-Studie.

"Die BENEFIT-11-Jahresdaten gehören zu den längsten Nachbeobachtungsstudien mit einem krankheitsmodifizierenden Medikament zur frühen Behandlung der Multiplen Sklerose", sagte der Neurologe Professor Ludwig Kappos vom Universitätsspital Basel, Schweiz. Er ist Erstautor des in Boston vorgestellten Posters zu den 11-Jahresdaten. "Diese Daten unterstreichen, dass sogar elf Jahre nach der Randomisierung die frühzeitige Behandlung einen positiven Einfluss auf das klinische Ergebnis hat. Dies zeigt die Bedeutung des frühen Therapiebeginns."

Quelle: journalMED


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