Multiple Sklerose
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- 13.01.2015


Mit Bewegungstraining gegen Spastik bei Multipler Sklerose

 


Universität Erlangen sucht Studienteilnehmer
Ein Bewegungstrainer (MOTOmed) wird jedem Teilnehmer für den Studienzeitraum von 3 oder 6 Monaten zur Verfügung gestellt.
Eines der häufigsten Symptome der Multiplen Sklerose (MS) ist die Spastik, die bei 3 von 4 Personen mit MS auftritt und meist mit Einschränkungen der Mobilität einhergeht. In der Therapie wird oft ein Bewegungstraining zur Verbesserung der Spastik eingesetzt, es gibt jedoch fast keine wissenschaftlichen Studien, die sich mit der genauen Gestaltung und der Wirksamkeit dieses Trainings auseinandersetzen. Diese Lücke versucht das Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen mit einer neuen Studie zu schließen.

Die Therapie der Spastik erfolgt generell medikamentös und auch nichtmedikamentös über Physiotherapie oder auch Bewegungstraining. Es gibt genaue Vorgaben und Leitlinien für die Verabreichung von Medikamenten, für die Gestaltung eines Bewegungstrainings gibt es aber nur grobe Empfehlungen. In der Praxis werden oft spezielle motorunterstützte Bewegungstrainer eingesetzt. Mit diesen ist ein passives Durchbewegen z.B. der Beine möglich, was zu einer Reduzierung der Spastik führen kann. „Leider gibt es bisher so gut wie keine wissenschaftlichen Studien darüber, wie man so ein Bewegungstraining am besten und effektivsten gestalten kann. So können wir keine genauen Aussagen darüber treffen, wie viele aktive oder passive Elemente das Training haben sollte oder wie lang und wie oft pro Woche am besten trainiert werden soll“, so Dr. Alexander Tallner, Sportwissenschaftler am Arbeitsbereich Bewegung und Gesundheit des Instituts für Sportwissenschaft und Sport Erlangen. Aus diesem Grund startet das Erlanger Institut Ende Januar eine Studie, die sich speziell an Personen mit MS mit Spastik und Einschränkungen der Mobilität richtet.

Das Besondere an dieser Studie ist, dass jedem Teilnehmer für den Studienzeitraum von 3 oder 6 Monaten ein Bewegungstrainer (MOTOmed) zur Verfügung gestellt wird, mit dem das Bewegungstraining in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden kann. Erstellt und individuell angepasst wird das Bewegungstraining dabei von einem Sportwissenschaftler der Universität, der während der Studie das Training über ein spezielles Internetprogramm überwacht und steuert. „Durch dieses internetbetreute Training, das wir schon in einigen Studien erfolgreich eingesetzt haben, wird es Personen mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht, ein Training zuhause durchzuführen und trotzdem professionell betreut zu werden“, weiß Sportwissenschaftlerin Rabea Trumpp, die die Studie leiten wird. Lediglich zu Beginn sowie nach 3 und 6 Monaten müssen die Teilnehmer zu wissenschaftlichen Tests nach Erlangen kommen.
Für dieses Studienprojekt werden ab sofort Teilnehmer gesucht. Voraussetzung ist dabei die Diagnose MS, Alter über 18 Jahren, eine diagnostizierte Spastik, ein EDSS-Wert zwischen 4,5 und 7 sowie ein PC oder Laptop mit Internetzugang.

Bei weiteren Fragen oder Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich gerne an Rabea Trumpp; per Mail: Rabea.Trumpp@ms-intakt.de oder telefonisch: 0176/83573454.

Quelle: FAU Erlangen, Institut für Sportwissenschaft und Sport


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