Multiple Sklerose
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- 09.06.2015


An Patientenbedürfnissen orientierte MS-Therapie mit Teriflunomid

 


Jung, im Leben stehend, voller Pläne: Das trifft für viele Patienten mit der Erstdiagnose Multiple Sklerose (MS) zu. Neben einer verlässlichen Wirksamkeit und Sicherheit stellen diese Patienten individuell unterschiedliche Anforderungen an die Therapie. "Die anspruchsvollste Arbeit des MS-Behandlers ist die Umsetzung der Behandlungsleitlinien in eine Therapie, die den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Patienten gerecht wird", berichtete Dr. Veit Becker, Hamburg.

Deshalb spielen nicht nur Wirksamkeit und Sicherheit der jeweiligen Therapeutika, sondern auch berufliche und familiäre Anforderungen und die persönliche Risikobereitschaft bei der Therapieentscheidung eine Rolle. Für Teriflunomid (Aubagio®) spricht laut Becker der eindeutig definierte Wirkmechanismus, die besonders umfangreichen Verträglichkeits- und Sicherheitsdaten, die patientenfreundliche einmal tägliche Einnahme und die Möglichkeit der raschen Elimination.

Zahlen zur absoluten Risikoreduktion und Langzeitdaten liegen für Teriflunomid vor:
Besonders profitieren therapienaive Patienten von der Möglichkeit der Therapie mit Teriflunomid, erläuterte PD Dr. Mark Obermann, Seesen. Spritzenmüdigkeit und Nebenwirkungen unter der bisherigen Therapie führen aber auch häufig Gründe zur Umstellung von einer anderen MS-Therapie auf Teriflunomid. In der Beratung verweist er nicht nur auf die relative Reduktion des Risikos von Schüben und Behinderungsprogression bei den verschiedenen Therapeutika, sondern verwendet auch Zahlen zur absoluten Risikoreduktion. In einer auf dem diesjährigen Amerikanischen Neurologenkongress AAN vorgestellten Auswertung der Zulassungsstudien von Teriflunomid und Dimethylsäurefumarat (DMF) zeigte sich eine vergleichbare Number needed to treet (NNT, Kehrwert der absoluten Risikoreduktion) für beide Therapeutika, um einen Schub zu verhindern. Schwere Schübe mit der Folge einer Krankenhausbehandlung reduzierte aber nur Teriflunomid signifikant gegenüber Placebo mit einer NNT von 12,5 bzw. 20 gegenüber einer NNT von 50 in beiden ausgewerteten Phase-III-Studien mit DMF.

Auf dem AAN 2015 wurden auch Zwölf-Jahres-Daten aus einer Phase-II-Studie mit Teriflunomid vorgestellt. Bei einer kumulativen Expositionsdauer von mehr als 990 Patientenjahren zeigte sich eine auch über einen so langen Zeitraum anhaltende Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit der Therapie der schubförmig-remittierenden MS mit Teriflunomid. Der Behinderungsgrad der Patienten gemessen am EDSS (Expanded Disability Status Scale) blieb über den gesamten Beobachtungszeitraum von zwölf Jahren stabil, neue Sicherheitssignale traten nicht auf. Die häufigsten Nebenwirkungen sind geringe bis mäßiggradige Erhöhungen der Leberwerte, eine reversibel verminderte Haardichte sowie Übelkeit und Diarrhoen.

Quelle: JournalMED


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