Multiple Sklerose
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- 20.10.2015


MRT-Analyse: Teriflunomid verlangsamt Hirnatrophie bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose

 


Magnetresonanztomografie (MRT)-Daten aus der Phase-III-Studie TEMSO, dass Teriflunomid (Aubagio®) den Verlust an Hirnvolumen (auch als Hirnatrophie bezeichnet) bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) über einen Zeitraum von zwei Jahren im Vergleich zu Placebo signifikant verlangsamte. In dieser Analyse wurden MRT-Daten aus TEMSO mithilfe der SIENA-Methode (Structural Image Evaluation using Normalization of Atrophy) - einer anderen Methodik als der ursprünglich verwendeten - analysiert.

Die Veränderung des Hirnvolumens gegenüber dem Ausgangswert wurde bei Patienten untersucht, die Teriflunomid 14 mg oder 7 mg oder Placebo erhalten hatten. In den klinischen MS-Studien mit Teriflunomid (einschließlich TEMSO) war die Inzidenz schwerwiegender unerwünschter Ereignisse in den Teriflunomid- und den Placebogruppen vergleichbar. Diese Daten wurden am 10. Oktober 2015 beim 31. Congress of the European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) in Barcelona (Spanien) vorgestellt.

Bei dem Kongress wurden folgende Ergebnisse präsentiert:

• In Monat 12 betrug die mediane prozentuale Abnahme des Hirnvolumens gegenüber dem Ausgangswert 0,39, 0,40 bzw. 0,61 unter Teriflunomid 14 mg, 7 mg bzw. Placebo. Damit war der Hirnvolumenverlust in beiden Teriflunomid-Gruppen geringer als in der Placebogruppe: in der 14 mg-Gruppe um 36,95, p=0,0001; in der 7 mg-Gruppe um 34,4%, p=0,0011.

• Der signifikante Unterschied in der Verlangsamung der Hirnatrophie unter Teriflunomid vs. Placebo bestand auch in Monat 24 noch. Die mediane prozentuale Abnahme des Hirnvolumens gegenüber dem Ausgangswert betrug 0,90, 0,94 bzw. 1,29 unter Teriflunomid 14 mg, 7 mg bzw. Placebo. Damit war der Hirnvolumenverlust in beiden Teriflunomid-Gruppen geringer als in der Placebogruppe: in der 14 mg-Gruppe um 30,6%, p=0,0001; in der 7 mg-Gruppe um 27,6%, p=0,0019.

Zur Hirnatrophie kann es durch zerstörerische Krankheitsprozesse bei der MS kommen. Sie ist bereits in den ersten Krankheitsstadien zu beobachten und führt zu irreversiblen neurologischen und kognitiven Beeinträchtigungen.

"Die Eindämmung oder Verhinderung der Hirnatrophie ist ein wichtiges Ziel der MS-Therapie“, erklärt Prof. Dr. Ludwig Kappos, Neurologie-Chefarzt am Universitätsspital Basel (Schweiz). "Diese Daten liefern nähere Erkenntnisse über potenzielle Therapieeffekte von Teriflunomid bei RMS-Patienten."

"Diese Ergebnisse zur Verlangsamung der Hirnatrophie über einen Zeitraum von zwei Jahren sind Teil der zunehmend breiteren Datenlage zu Teriflunomid", sagt Bill Sibold, Leiter des Multiple Sklerose-Geschäftsbereichs von Genzyme. "Wir engagieren uns nach wie vor für ein besseres Verständnis von Teriflunomid und der potenziellen Therapievorteile, die dieses Arzneimittel Patienten mit schubförmiger MS bringen könnte."

Quelle: JournalMED


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