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- 08.06.2016


Wie Würmer das Fortschreiten von MS verlangsamen können

 


Forscher des Institute of Infection, Immunity and Innovation der University of Sydney haben herausgefunden, dass eine Infektion durch parasitäre Würmer - kontrolliert eingesetzt - den Verlauf von Autoimmunkrankheiten wie Mulitpler Sklerose positiv beeinflussen können.
Normalerweise möchte man eine Infizierung mit parasitären Würmern möglichst vermeiden, jedoch zeigen neuste Forschungserkenntnisse, dass diese auch durchaus nützlich sein können.

Die Forscher in Sydney fanden heraus, dass kontrolliertes Infizieren mit parasitären Würmern das Fortschreiten von Krankheiten wie Multipler Sklerose verlangsamen könnte.

Daher wurden vor kurzem 100.000 $ an Forschungsgeldern für das Projekt zur Verfügung gestellt, welche besonders für das erste Versuchsstadium benötigt werden.

Laut einer der Hauptforscherinnen, wird versucht, durch das Entwickeln einer spezifischen Behandlung das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern, insbesondere des Stadiums, in dem es zu schwerwiegenden Behinderungen kommen kann.

Der Grundansatz der Forschung beruft sich auf anekdotische Evidenz der letzten 15 Jahre, denen zufolge in Ländern, in denen die Bevölkerung eher parasitären Würmern ausgesetzt war, weniger Fälle von Autoimmunerkrankungen auftraten.

Diese Erkenntnis führte zu einer Reihe experimenteller Studien in diesem Bereich.

Betroffene, die aktiv mit den Würmern infiziert wurden, litten nicht so stark an den Autoimmunerkrankungen. Um Gewebeschaden im menschlichen Wirt zu vermindern, sondern parasitäre Würmer bei der Besiedlung des Organismus bestimmte Moleküle ab, die Entzündungen abschwächen. Die Forscher verwenden nun dieselben Moleküle, um die Entzündungen zu unterdrücken, die allgemein mit Krankheiten wie Multipler Sklerose einhergehen.

Die Forschung hat das Potenzial, zur Entwicklung von therapeutischen Medikamenten beizutragen, die nicht nur zur Behandlung von MS, sondern auch von anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1, Arthritis oder Allergien geeignet sein könnten.

Quelle: Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund


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