Multiple Sklerose
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- 05.10.2016


UKE-Wissenschaftler identifizieren schnell „wandernde“ dendritische Zellen

 


Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben erstmalig ein Protein im Immunsystem beschrieben, das maßgeblich an Entzündungsvorgängen im Organismus beteiligt ist.
Das Protein Arc/Arg3.1 hat für eine besondere Art von Immunzellen, die sogenannten dendritischen Zellen, eine große Bedeutung: Das Eiweiß ist spezifisch für diejenigen dendritischen Zellen, die bei einer Entzündung der Haut schnell in den Lymphknoten wandern und die Immunantwort initiieren.

„Damit können wir erstmalig die schnell wandernden dendritischen Zellen, die entscheidend sind, um eine Immunantwort zu starten, identifizieren und isolieren“, sagt Prof. Dr. Manuel Friese, Leiter des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose im Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH) des UKE.

Funktionell führe die Ausschaltung des Proteins dazu, dass die Erkrankungsschwere im Modell der Multiplen Sklerose und der allergischen Kontaktdermatitis stark reduziert werden könne, so Prof. Friese. „Durch diesen Befund wird die Blockierung oder Isolierung dieser spezifischen dendritischen Zellen ermöglicht, was therapeutisch zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Allergien oder auch in der Tumorimmuntherapie genutzt werden könnte.“

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)


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