Multiple Sklerose
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- 29.05.2017


Multiple Sklerose: Effekte von Teriflunomid auf die Atrophie der kortikalen grauen Substanz

 


Es wurde bekanntgegeben, dass bei der 69. Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) neue Studiendaten zur Auswirkung von Teriflunomid (Aubagio®) auf die Atrophie der kortikalen grauen Substanz bei Patienten mit einem ersten auf MS hindeutenden Krankheitsschub vorgestellt wurden.
Daten der Phase-III-Studie TOPIC zeigen, dass Teriflunomid die Atrophie der kortikalen grauen Substanz zu allen Zeitpunkten, die innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren untersucht wurden, konsistent und signifikant reduzierte. Die kortikale graue Substanz ist ein Teil des Zentralen Nervensystems und macht die äußere Hirngewebeschicht der beiden cerebralen Hemisphären aus. Man geht davon aus, dass die graue Substanz für die kognitive Funktion eine wichtige Rolle spielt.

„Eine vermehrte Atrophie der kortikalen grauen Substanz kann sich bereits in frühen Stadien der MS zeigen, was die Notwendigkeit einer möglichst frühzeitigen Intervention verdeutlicht.“, erklärte Robert Zivadinov, M.D., Ph.D., Professor für Neurologie an der University of Buffalo, Buffalo (NY). „Man geht davon aus, dass krankhafte Veränderungen der grauen Substanz zu einer Verschlechterung der MS führen können und eine mögliche künftige Behinderung und Einschränkung der kognitiven Funktion begünstigen könnten. Die beim AAN-Kongress vorgestellten Daten zeigen, dass Teriflunomid bei Patienten, die einen ersten auf MS hindeutenden Krankheitsschub aufwiesen, die Rate der kortikalen Atrophie verlangsamen kann. Diese Daten sind sehr vielversprechend.“

In den klinischen MS-Studien über Teriflunomid, einschließlich der TOPIC-Studie war die Inzidenz schwerwiegender unerwünschter Ereignisse bei den mit Teriflunomid behandelten Patienten vergleichbar mit denen in der Placebogruppe.

Die TOPIC-Studie untersuchte, ob ein frühzeitiger Therapiebeginn mit Teriflunomid bei Patienten mit einem ersten auf MS hindeutenden Krankheitsschub einen zweiten klinischen Schub verhindern oder verzögern kann, beispielsweise die Entwicklung einer klinisch manifesten Multiplen Sklerose (CDMS). Bei Patienten, die im Rahmen der TOPIC-Studie Teriflunomid 14 mg erhielten, war die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer CDMS (der primäre Endpunkt) signifikant geringer als in der Placebogruppe (p<0,05).

Quelle: JournalMED


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