Multiple Sklerose
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- 04.08.2017


Identifikation von High Disease Activity bei MS-Betroffenen

 


Bei MS-Patienten mit hoher Krankheitsaktivität – High Disease Activity (HDA) – ist das Risiko für Schübe und Behinderungsprogression erhöht. Bei der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) 2017 in Boston wurde eine Post-hoc Analyse der CLARITY-Studie vorgestellt, die 2 HDA-Definitionen untersucht hat.
Die CLARITY-Studie war eine 2-jährige (96- wöchige), randomisierte, Placebo-kontrollierte internationale Doppelblindstudie, bei der Studienteilnehmer entweder 2 unterschiedliche Dosierungen des Prüfpräparates Cladribin-Tabletten (3,5 mg/kg und 5,25 mg/kg) oder Placebo erhielten. HDA wurde hier definiert entweder als hohe Schubrate unabhängig von der vorherigen Behandlung (=2 Schübe im vergangenen Jahr) oder hohe Schubrate trotz medikamentöser Behandlung (=2 Schübe im vergangenen Jahr oder =1 Schub im vergangenem Jahr plus =1 T1 Gd+-Läsionen oder =9 T2-Läsionen).

Patienten, die diese Kriterien erfüllten, hatten eine erhöhte jährliche Schubrate (0,5; 95% CI: 0,41-0,6 bzw. 0,47; 95% CI: 0,40-0,57) im Vergleich zur Placebo-Gruppe (0,35; 95% CI: 0,31-0,39). Außerdem war die Zeit bis zum 1. Schub in den identifizierten HDA-Gruppen kürzer. Die Zeit bis zu einer innerhalb von 6 Monaten bestätigten Behinderungsprogression lag in den HDA-Gruppen bei 110 bzw. 162 Tagen. Bei den Placebo-Teilnehmern lag der Wert bei 245 Tagen. Diese Resultate zeigen das erhöhte Risiko einer Behinderungsprogression für Patienten, die mit den oben genannten HDA-Kriterien identifiziert wurden. Daher sind diese Kriterien geeignet, HDA-Patienten mit schubförmiger MS zu identifizieren.

Quelle: JournalMED


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