Multiple Sklerose
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- 23.08.2017


Siemens führt mit 7-Tesla-Scanner eine neue klinische Feldstärke in die MR-Bildgebung ein

 


Siemens Healthineers hat die CE-Zulassung für den 7-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) Magnetom Terra erhalten: Magnetom Terra ist damit der erste klinisch zugelassene Ultrahochfeld-MRT überhaupt.
Magnetom Terra ermöglicht dank der sehr hohen räumlichen und spektralen Auflösung detailliertere Einblicke in den menschlichen Bewegungsapparat, zeigt präzise die metabolischen Prozesse im Gehirn und hilft zudem bei der Visualisierung neurologischer Krankheiten wie Alzheimer, Epilepsie und Multipler Sklerose (MS). Besonders deutlich werden die Vorteile der Ultrahochfeld-Bildgebung bei Gehirnuntersuchungen. Bei 7 Tesla sind Läsionen dank der besseren Auflösung und des stärkeren Bildkontrasts eindeutiger zu erkennen.

Neue diagnostische Möglichkeiten bei Epilepsie und Multipler Sklerose:
Ein Beispiel hierfür ist die Untersuchung von Epilepsie-Patienten, bei denen die bessere Unterscheidung zwischen weißer und grauer Gehirnsubstanz neue diagnostische Möglichkeiten bietet, die bei niedrigeren Feldstärken kaum möglich wären. Auch Menschen mit MS können von den 7-Tesla-Befunden durch die bessere Sichtbarkeit von Läsionen in der grauen Gehirnsubstanz, die zu kognitiven Einschränkungen führen können, profitieren. Aufgrund der Kombination von besserem Signal-Rausch-Verhältnis, stärkerem Gewebekontrast und höherer räumlicher Auflösung wird hier mit 7 Tesla sichtbar, was bei 3 Tesla nicht zu sehen ist.

"Die Fähigkeit, die 7-Tesla-Technologie im klinischen Bereich einsetzen zu dürfen, ist ein Durchbruch für eine breite klinische 7-Tesla-Anwendung. Die CE-Kennzeichnung wird zusätzlich unterstützt durch beachtliche Fortschritte bei neuen Hochfrequenz-Technologien und MR-Methoden, die Ganzkörperuntersuchungen mit 7 Tesla in Zukunft erst technisch möglich machen werden. Dies wird den Übergang vom Forschungsbereich in die klinische Anwendung stärken", sagt Prof. Dr. Siegfried Trattnig, Leiter des Exzellenzzentrums für Hochfeld-MR an der Medizinischen Universität Wien. "Das höhere Signal-Rausch-Verhältnis, der verbesserte Kontrast und die nicht Protonen-basierte MR-Bildgebung bei 7 Tesla werden zu einer besseren räumlich-zeitlichen Auflösung führen, noch wichtiger aber zu einer verbesserten biochemischen und metabolischen Gewebecharakterisierung auf dem Weg zu einer klinischen nicht-invasiven personalisierten Medizin", so Trattnig.

Quelle: Siemens Healthcare GmbH


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