Multiple Sklerose
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- 15.11.2017


Verlangsamte Atrophie der kortikalen grauen Substanz unter Teriflunomid (Aubagio ®)

 


Neue Studiendaten zeigen, dass die Verlangsamung des Volumenverlustes der kortikalen grauen Substanz (Atrophie) unter Teriflunomid mit einer verzögerten Konversion in eine klinisch manifeste Multiple Sklerose (CDMS) einhergeht.
Die Daten aus der Phase-III-Studie TOPIC an Patienten mit einer ersten klinischen Episode, die auf MS hinweist, beinhalten Ergebnisse von Patienten, die in der Kernstudie zwei Jahre lang und in der Verlängerung der Studie bis zu vier Jahre lang behandelt wurden. Diese Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse von TOPIC wurden auf dem siebten gemeinsamen Kongress des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) und des Americas Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS) vorgestellt.

Zwei-Jahres-Daten:
Insgesamt konnte Teriflunomid den Verlust an kortikaler grauer Substanz (CGMV) über zwei Jahre im Vergleich zu Placebo signifikant reduzieren (p = 0,0052). Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verlust von CGMV und der Konversion in CDMS. Darüber hinaus reduzierte Teriflunomid das Risiko der CDMS-Konversion.

Die kortikale graue Substanz ist ein Teil des Zentralen Nervensystems und macht die äußere Hirngewebeschicht der beiden cerebralen Hemisphären aus. Man geht davon aus, dass die graue Substanz für die kognitive Funktion eine wichtige Rolle spielt.

Zu allen untersuchten Zeitpunkten (Monate 6, 12, 18 und 24) gab es einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verlust von CGMV und einer Konversion in CDMS. Für jede Verringerung des CGMV um 1% betrug der%uale Anstieg des Risikos der CDMS-Konversion 17,5% (p = 0,0007), 12,4% (p = 0,0099), 14,2% (p = 0,0009) bzw. 14,5% (p = 0,0005).

Ein signifikanter Behandlungseffekt von Teriflunomid 14 mg auf das Risiko einer CDMS-Konversion im Vergleich zu Placebo wurde in den Monaten 12, 18 und 24 beobachtet. Die Risikoreduktion in den Monaten 12, 18 und 24 betrug jeweils 46,3% (p = 0,0220), 42,1% (p = 0,0260) und 46,6% (p = 0,0085). Die Risikoreduktion im Monat 6 betrug 50,5% (p = 0,0648).

Vier-Jahres-Daten:
Zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CGMV-Verlust und CDMS-Konversion bei Patienten, die in der TOPIC-Verlängerungsstudie weiter behandelt wurden, wurde die Gesamtpopulation der Studie unabhängig von der Behandlungszuweisung in drei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 (140 Patienten) verzeichnete den geringsten und Gruppe 3 (94 Patienten) den stärksten CGMV-Verlust. Die Mehrzahl der Patienten (251) zeigte mittlere CGMV-Verluste und gehörten zu Gruppe 2.

Im Jahr 4 hatten die Patienten in Gruppe 1 ein um 45,1% geringeres Risiko für eine CDMS-Konversion als in Gruppe 3 (p = 0,0104) und die Patienten in Gruppe 2 ein um 34,5% geringeres Risiko als in Gruppe 3 (p = 0,0361).

„Bei den Patienten in dieser Studie, bei denen weniger Hirnatrophie auftrat, war die Entwicklung einer klinisch manifesten Multiplen Sklerose weniger wahrscheinlich“, sagte Robert Zivadinov, M.D., Ph.D., Professor für Neurologie an der University of Buffalo, Buffalo, NY (USA). „Die Effekte von Teriflunomid zur Senkung des CGMV-Verlusts und der Zusammenhang zwischen CGMV-Verlust und CDMS-Konversion liefern neue Erkenntnisse darüber, auf welche Weise sich Teriflunomid auf die frühen entzündlichen und neurodegenerativen Komponenten von MS auswirken kann.“

In den klinischen MS-Studien mit Teriflunomid, zu denen auch TOPIC gehört, war die Inzidenz schwerwiegender unerwünschter Ereignisse unter Teriflunomid und Placebo-behandelten Patienten vergleichbar.

Quelle: JournalMED


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