Multiple Sklerose
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- 17.05.2018


MS: Höhere Behandlungszufriedenheit unter Teriflunomid

 


Bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose, die von einer Interferon-Therapie auf Aubagio® (Teriflunomid) wechselten, verbesserte sich laut Daten aus zwei klinischen Studien die Behandlungszufriedenheit. Diese Ergebnisse wurden anlässlich des 70. Jahreskongresses der American Academy of Neurology (AAN) in Los Angeles (Kalifornien, USA) vorgestellt.
Die Phase-IV-Studie Teri-PRO und die Verlängerungsstudie der Phase-III-Studie TENERE untersuchten die patientenberichtete Behandlungszufriedenheit, gemessen anhand des Treatment Satisfaction Questionnaire for Medication (TSQM). Der TSQM umfasst 14 Fragen zur Beurteilung der Zufriedenheit der Patienten mit ihrer Medikation in 4 verschiedenen Domänen: allgemeine Zufriedenheit, Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Einfachheit.

Daten aus der Teri-PRO-Studie und der TENERE-Verlängerungsstudie:
In der Teri-PRO-Studie wurden 285 Patienten entweder von Interferon beta-1a oder Interferon beta-1b auf Teriflunomid umgestellt. Diese Patienten gaben an, dass es vom Beginn der Studie bis Woche 48 zu statistisch signifikanten Verbesserungen in allen vier TSQM-Domänen gekommen sei (p=0,0001 für Wirksamkeit, p<0,0001 für allgemeine Zufriedenheit, Nebenwirkungen und Einfachheit).

In der TENERE-Verlängerungsstudie wechselten 59 Patienten von Interferon beta-1a auf Teriflunomid. Diese Patienten gaben an, dass es vom Beginn der Verlängerungsstudie bis Woche 48 zu statistisch signifikanten Verbesserungen in den TSQM-Domänen Nebenwirkungen und Einfachheit gekommen sei (beide Domänen: p<0,0001) und dass diese Verbesserungen bis Woche 96 anhielten (p=0,0018 bzw. p=0,0028). Die allgemeine Zufriedenheit verbesserte sich von Baseline bis Woche 96 signifikant (p=0,0341).

Während sich die beiden Patientenpopulationen im Hinblick auf die demografischen Eigenschaften und Krankheitscharakteristika voneinander unterschieden, war die Gesamtverbesserung der Behandlungszufriedenheit nach Wechsel auf Teriflunomid in beiden Studien vergleichbar.

„Die Teri-PRO-Daten und die Daten der TENERE-Verlängerungsstudie, die beim AAN vorgestellt wurden, zeigen, dass sich bei den Patienten, die von Interferon auf Teriflunomid wechselten, in zwei klinischen Studien die Behandlungszufriedenheit – ein wichtiges patientenzentriertes Outcome – verbessert hat“, erklärte Patricia K. Coyle, M.D., Leiterin des Comprehensive Care Center in Stony Brook (New York). „Außerdem ist es ermutigend, dass in beiden Studien eine ähnliche Gesamtverbesserung der Behandlungszufriedenheit zu beobachten war, obwohl die beiden Patientenpopulationen – vor allem im Hinblick auf Alter und Krankheitsdauer – recht unterschiedlich waren.“

Laut Fachinformation sind die häufigsten Nebenwirkungen unter Teriflunomid eine Erhöhung des ALT-Werts, Kopfschmerzen, Diarrhoe, Übelkeit und eine meist reversibel verminderte Haardichte.

Quelle: JournalMED


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