Multiple Sklerose
Anzeige
 
e-med Forum Multiple Sklerose 17. November 2018 Kontakt  Impressum  Datenschutz  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

- 13.09.2018


Prognose: zahlreiche Gentherapien kurz vor der Marktreife

 


Anzahl der langwirksamen Gentherapien könnte von drei auf 45 steigen - Herausforderungen für den Patientenzugang und die Finanzierung
Die Zahl genetischer Therapien wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Viele dieser Gentherapien zeichnen sich durch eine Langwirksamkeit aus. Derzeit sind drei langwirksame Gentherapien in der EU zugelassen. 42 weitere stehen kurz vor der Marktreife, da sie sich in späten Phasen der klinischen Entwicklung befinden. Diese hochinnovativen Präparate eröffnen schwerkranken Patienten neue Behandlungsoptionen, könnten jedoch die Krankenkassen unterschiedlich stark belasten. Experten empfehlen daher, das Erstattungs- und Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an diese Entwicklungen anzupassen.

Das geht aus einer Prognose des IGES Instituts hervor. Es ist die erste Untersuchung ihrer Art, die einen systematischen Überblick über langwirksame gentherapeutische Behandlungen auf dem Markt und in fortgeschrittener Phase der klinischen Entwicklung liefert. Langwirksame Gentherapeutika müssen nur einmalig oder mehrmals mit anschließenden therapiefreien Jahren verabreicht werden. Kurzwirksame Gentherapien werden kontinuierlich gegeben.

Gentherapeutische Behandlung von Krebserkrankungen im Fokus:
Knapp die Hälfte dieser erwarteten Gentherapien adressieren onkologische Erkrankungen (19 Therapien). Am zweithäufigsten richten sie sich gegen angeborene genetische Störungen (7). Insgesamt werden sie das Behandlungsspektrum von 42 Krankheiten erweitern.

Ein großer Teil der identifizierten Erkrankungen betrifft zwischen 1.000 und 10.000 GKV-Patienten. Sechs der neuen Gentherapien richten sich gegen extrem seltene Leiden mit weniger als 100 Betroffenen. In Entwicklung sind auch drei Gentherapien gegen sogenannte Volkskrankheiten, etwa gegen Arthrose.

Internationale Datenbanken zu klinischer Forschung ausgewertet:
Für die Prognose, die im Auftrag des Unternehmens Merck entstand, werteten die IGES-Experten internationale Studienregister und Datenbanken zu klinischen Studien aus. Sie identifizierten sämtliche langwirksamen Gentherapien, die bereits zugelassen sind oder sich in der fortgeschrittenen Entwicklung (Phase III) befinden, sowie die damit behandelbaren Erkrankungen. Anschließend schätzten sie die Anzahl der potenziell betroffenen GKV-Versicherten.

Quelle: IGES Institut GmbH


...zurück zur Newsübersicht / Startseite
...zurück zur Newsübersicht / Archiv
...zurück zur Gesundheitsnews-Suche