Multiple Sklerose
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- 04.07.2019


Verbesserte Adhärenz durch Fertigpen

 


Glatirameracetat hat sich seit über 15 Jahren in der Real-Life-Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose bewährt. Seit März 2019 steht ein neuartiger Fertigpen zur Verfügung, der die 3 Mal wöchentliche subkutane Gabe des bewährten Immunmodulators Glatirameracetat 40 mg/ml wesentlich vereinfacht. Der Fertigpen erlaubt durch seine benutzerfreundliche und diskrete Handhabung eine flexible Anwendung in allen Lebenssituationen. PD Dr. med. Antonios Bayas, Augsburg, und MS-Fachberaterin Margit Adam, Regensburg, stellten in einem Teva-Fachpressegespräch die Themen Adhärenz und die Umsetzung in den Praxisalltag bei der Therapie der MS in den Fokus der Diskussion.

Dank jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) stehen Betroffenen heutzutage eine Vielzahl an Therapieoptionen zur Verfügung. Doch zu oft bleibt die zentrale Frage: Wie gelingt es, dass MS-Patienten ihrer Therapie langfristig treu bleiben? „Man spricht in der Literatur bereits von einer guten Therapietreue, wenn mindestens 80% der verordneten Dosen appliziert wurden“, erklärt Bayas. „Allerdings haben Studien gezeigt, dass eine Vielzahl von MS-Patienten non-adhärent sind.“ Mangelnde Adhärenz hat Einfluss auf die Wirksamkeit der MS-Therapie, Verschlechterung von Krankheitssymptomen bzw. Häufigkeit von Schüben sowie die Progression der Multiplen Sklerose.

Glatirameracetat als Bestandteil der MS-Basistherapie:
Der Immunmodulator Glatirameracetat (GA, Copaxone®) gibt dem Anwender auch in der Langzeitanwendung Sicherheit; die Erfahrungen aus über 2 Millionen Patientenjahren (GA 20 mg/ml 1x täglich) sind umfangreich dokumentiert. Auch die Daten der Cochrane-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Immunmodulatoren und Immunsuppressiva bei schubförmig remittierender multipler Sklerose bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit von Glatirameracetat. Durch die neue Formulierung im Jahr 2015 mit der 3x wöchentlichen GA 40 mg-Dosierung konnte die Häufigkeit der Anwendungen und somit die injektionsbedingten Nebenwirkungen reduziert werden. Im Vergleich zu GA 20 mg (1x täglich) werden durch die nur noch 3 Mal wöchentliche Anwendung 208 Spritzen jährlich eingespart. Im Vergleich zu oralen MS-Therapien kann die 40 mg-Formulierung den Vorteil haben, die Adhärenz bei den Patienten zu erhöhen und die Abbruchrate zu verringern.

Schnelle und flexible Handhabung:
Seit diesem Jahr steht den MS-Patienten der COPAXONE PEN® 40 mg zur Verfügung. Die Vorteile des Fertigpens liegen in der schnellen Einsatzbereitschaft sowie der einfachen, schnellen und flexiblen Handhabung. 2 Klicks signalisieren akustisch den Start und das Ende der Injektion. Der Fertigpen ist bereits mit einer Einzeldosis von 1 ml Glatirameracetat 40 mg vorgefüllt, sofort einsatzbereit und wird 3 Mal wöchentlich an jeweils wechselnden Körperstellen injiziert. Kompliziertes Hantieren mit Nadeln und Spritzen ist damit künftig kein Grund mehr, eine Medikamentengabe auszulassen. „Mit dem COPAXONE PEN® 40 mg wird die Therapie jetzt noch einmal vereinfacht, was langfristig eine Verbesserung der Adhärenz von MS-Patienten nach sich ziehen kann“, betont Bayas.

Fachberater verbessern Adhärenz:
„Der Erstkontakt zwischen Patient und MS-Fachberaterin ist für den Therapieverlauf von großer Bedeutung, da hier oft der Grundstein für eine langfristige Adhärenz in der Therapie gelegt wird“, erläutert MS-Fachberaterin Adam im Rahmen des Fachpressegespräches. „Für offene Fragen stehen dem Patienten neben dem Arzt auch wir Fachberaterinnen für Multiple Sklerose zur Verfügung. Durch Schulungen mit den Betroffenen erhalten wir oft einen guten Einblick in den Alltag und das häusliche Umfeld der Patienten, sodass die Beratung ganz gezielt auf die Bedürfnisse abgestimmt werden kann.“ Dabei gilt: Je umfassender ein Patient geschult ist, desto besser verläuft in der Regel die Therapie. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die erste Injektion für die Patienten ein großer Schritt ist. Nach einiger Zeit wird das Spritzen zur Routine und die Patienten integrieren die Therapie bestmöglich in ihren Alltag. Die Vorteile des Pens liegen in der leichten Anwendung. Er ist sofort gebrauchsfertig und leicht zu transportieren“, so Adam.

Quelle: JournalMED


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