Multiple Sklerose
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- 30.12.2019


MS-Arzneimittel drängt Immunzellen zurück

 


Das Arzneimittel Fumarsäuredimethylester wirkt erfolgreich gegen Multiple Sklerose, indem es Immunzellen vom Typ Tc17 hemmt, die zu der Erkrankung beitragen. Das hat ein internationales Forschungsteam um die Marburger Professorin Dr. Magdalena Huber herausgefunden.
Multiple Sklerose äußert sich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, was die Wahl einer optimalen Therapieform erschwert.
Der Wirkstoff Fumarsäuredimethylester oder Dimethylfumarat (DMF) dient der Linderung von Multipler Sklerose: So reduziert er die Häufigkeit von Krankheitsschüben um 38 Prozent. „Welcher Mechanismus dahinter steckt, war bis heute unbekannt“, stellt Huber fest.

Das Forschungsteam um die Marburger Hochschullehrerin analysierte, wie bestimmte Immunzellen von Betroffenen sowie im Mausmodell auf die Verabreichung von DMF reagieren. „Wir identifizierten Tc17-Zellen als Ziele des Arzneimittels“, berichtet Huber. Diese Zellen lassen sich bei Krankheitsschüben vermehrt in den Entzündungsherden im Gehirn nachweisen.

Wie das Forschungsteam herausarbeitete, schränkt der Wirkstoff die Aktivität bestimmter Botenstoffe des Immunsystems ein. Außerdem unterbindet er die Reifung von Tc17-Zellen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verglichen zudem Patienten, bei denen die DMF-Therapie gut anschlägt, mit denjenigen, die nicht auf die Behandlung ansprechen. Auf diese Weise identifizierte das Team einzelne Gene, die durch Dimethylfumarat kontrolliert werden. „Dies könnte es künftig erlauben, Patienten vor Therapiebeginn daraufhin zu testen, ob eine DMF-Therapie bei ihnen Erfolg
verspricht“, führt Huber aus.

Quelle: Philipps-Universität Marburg


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