Multiple Sklerose
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- 11.02.2020


Video: Neurobiologie der Gliazellen anschaulich erklärt

 


Das Video ist über den Youtube-Kanal der HHU abrufbar.
Etwa die Hälfte aller Zellen im Gehirn sind Gliazellen. Seit wenigen Jahren stehen sie vermehrt im Fokus der Forschung, da man entdeckt hat, dass sie auch eine aktive Funktion bei der neuronalen Signalverarbeitung haben. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und die Universität des Saarlands leiten dazu ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Schwerpunktprogramm (SPP) 1757. In einem Video der Plattform dasgehirn.info wird nun allgemeinverständlich das Thema Gliazellen unter verschiedenen Blickwinkeln erläutert.

Die Neuronen sind allgemein als die aktiven Zellen bekannt, die im Gehirn ‚das Denken übernehmen‘. Doch ohne die Gliazellen gäbe es gar kein Gehirn, denn sie erst ermöglichen die Arbeit der Nervenzellen. Darüber hinaus weiß man inzwischen, dass Gliazellen auch eine aktive Rolle bei neuronalen Prozessen spielen.

Es gibt verschiedene Formen von Gliazellen im Gehirn, die dort verschiedene Funktionen übernehmen. Oligodendrozyten etwa sorgen für eine schnelle Informationsweiterleitung und schützen die „Kabelverbindungen“ zwischen den Nervenzellen. Astrozyten – sie haben ihren Namen aufgrund ihrer Sternformen – sind unter anderem für den Ionenhaushalt im Gehirn verantwortlich, spielen aber auch eine wichtige Rolle bei der direkten Signalübertragung zwischen Neuronen. Eine Reihe von Erkrankungen steht mit Gliazellen in Verbindung, so Parkinson und Epilepsie, aber auch die Multiple Sklerose, die durch geschädigte Gliazellen hervorgerufen wird. Und wenn Gliazellen entarten, können Gehirntumore entstehen.

Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


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