Multiple Sklerose
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- 15.03.2011


Weitverbreiteter Mangel an Vitamin D: Eine neue Herausforderung in Sachen Prävention, mit besonderer Berücksichtigung der Multiplen Sklerose

 


Vitamin D, so wurde erst in den letzten Jahren bekannt, ist nicht nur für die Knochengesundheit wichtig, und ein Vitamin D-Mangel verursacht nicht nur Rachitis. Langsam setzt sich die Erkenntnis auch bei behandelnden Ärzten durch, dass Vitamin D-Mangelerscheinungen bei sehr vielen Krankheiten mit im Spiel sind - auch bei MS.
Aber die letzten 10 Jahre haben wir so viele neue Erkenntnisse über Vitamin D gewonnen, dass sie unsere Ansichten revolutionieren, schreiben die Doktores Pierrot-Deseilligny und Souberbielle, die am Universitätskrankenhaus Hôpital de la Salpêtrière arbeiten und forschen - das übrigens auch die Wirkungsstätte von Jean-Martin Charcot war, einem der "Entdecker" der Multiplen Sklerose.

Vitamin D, zum einen, ist nicht nur für den Kalziumstoffwechsel und das Knochenwachstum unentbehrlich. Sein aktives Abbauprodukt Calcitriol besitzt auch weitreichende hormonelle Funktionen und sowie Rezeptoren in nahezu allen Organen. Die zahlreichen "nicht klassischen" Funktionen des Vitamin D - dazu gehören anti-entzündliche, immunmodulierende und antiproliferative Funktionen genauso wie eine Funktion als Neurotransmitter - haben wahrscheinlich schätzende und vorbeugende Eingeschaften bei einer ganzen Reihe von krankmachenden Mechanismen wie z.B. Autoimmunerkrankungen, Krebs, Infektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zum anderen, und auch das ist seit Kurzem dank einer Reihe von Studien klar, ist der tägliche Bedarf an Vitamin D etwa 10 mal höher als noch vor wenigen Jahren gedacht. Die Tatsache, dass das Sonnenlicht die essentielle natürliche Quelle des Vitamin D ist, und der Umstand, dass Sonnenlicht in höheren Breitengraden nur begrenzt zur Vitamin D-Bildung beiträgt, könnte als Erklärung dienen, warum die große Mehrheit der dortigen Bevölkerung einen Vitamin D-Mangel aufweisen.

Ein Vitamin D-Mangel kann folglich bei zahlreichen Krankheiten beobachtet werden, aber spielt ein Vitamin D-Mangel auch eine krankmachende Rolle? Mehrere Studien mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen kamen einheitlich zu dem Ergebnis, dass Vitamin D am Krankheitsgeschehen beteiligt ist. Vor dem Hintergrund scheint es nur logisch, einem vorliegenden Vitamin D-Mangel eine gewissen krankmachende Rolle zuzuschreiben.

Bei der MS gibt es inzwischen sehr solide Grundlagen für die Annahme, dass Vitamin D sowohl an der Entstehung als auch am Verlauf der Krankheit beteiligt ist. Darauf deuten viele verschiedene experimentelle, epidemiologische, genetische und immunologische Studien hin. Zurzeit sind auch Studien im Gange, mit denen herausgefunden werden soll, ob Vitamin D zusätzlich zu seiner mittlerweile erwiesenen vorbeugenden Wirkung auch heilende Wirkungen besitzt.

Aufgrund all dessen, was man schon über vorbeugende und krankheitslindernde Wirkungen des Vitamin D weiß, sollten Menschen in Äquatorferneren Ländern, egal ob gesund oder krank, unverzüglich anfangen, Vitamin D als Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen, wenn bei ihnen ein Vitamin D-Mangel festgestellt wurde, meinen die französischen Doktoren.

Zum Originalartikel der MS-Gateway

Quelle: MS-Gateway


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