Multiple Sklerose
Anzeige
 
e-med Forum Multiple Sklerose 20. November 2019 Kontakt  Impressum  Datenschutz  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

- 04.07.2011


Beziehung zwischen Akzeptieren der MS und positiver oder negativer Anpassung

 


Dass es hilft, unabänderliche Schwierigkeiten im Leben zu akzeptieren, um nicht unter ihnen zu leiden, sagt der gesunde Menschenverstand. Nun haben australische Psychologen dies auch wissenschaftlich nachgewiesen -- bei Menschen mit MS.
In einer interessanten Untersuchung gingen australische Wissenschaftler (School of Psychology, The University of Queensland, Brisbane 4072, QLD, Australia) der Frage nach, inwieweit Akzeptieren der MS im Sinne der "Acceptance and Commitment Therapy (ACT)" und Arrangieren mit der Erkrankung zusammenhängen.

Dazu entwickelten die Forscher zunächst einen Fragebogen "MS Acceptance Questionnaire (MSAQ)", um mit den damit gewonnenen Daten ein Maß für die Akzeptanz zu erhalten. Auf Basis früherer Untersuchungsergebnisse und theoretischer Annahmen postulierten sie, dass eine bessere Akzeptanz der MS auch eine bessere Anpassung an das Leben mit MS stattfinden würde, d.h. dass weniger Leidensempfinden und bessere Stimmung, mehr Lebensfreude, bessere partnerschaftliche Beziehung und besserer Gesundheitszustand das Resultat einer höheren Akzeptanz wären.

Von insgesamt 128 Menschen mit MS konnten Daten gewonnen werden. Neben dem MSAQ wurden demografische und klinische Daten erhoben; diese Datenerhebung wurde 12 Monate später wiederholt.

Im Ergebnis zeigte sich, dass zwei Faktoren die Hauptrolle bei Akzeptanz und Anpassung spielen: "Aktivität" und "Willen". Und es zeigte sich auch, dass die Annahme richtig war: Wie vorausgesehen führte stärkere Akzeptanz der Krankheit zu einer besseren Anpassung an das durch sie veränderte Leben. Der Faktor "Aktivität" hatte dabei die größte Voraussagekraft für eine gelungene Anpassung an das Unabänderliche.

In dieser Studie wurde erstmalig über die Zeit untersucht, wie Patienten mit der lebensverändernden Diagnose MS umgehen und wie sich das auf ihre Anpassung an das veränderte Leben, also letztendlich auch auf ihre Lebensqualität auswirkt. Die australischen Wissenschaftler sehen in ihrer Untersuchung den Beginn für weitere Forschungen zum Thema Akzeptanz bei Multipler Sklerose.

Zum Originalartikel der MS-Gateway

Quelle: MS-Gateway


...zurück zur Newsübersicht / Startseite
...zurück zur Newsübersicht / Archiv
...zurück zur Gesundheitsnews-Suche