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- 11.10.2011


Neuropathische Schmerzen: Höhere Lebensqualität durch Fixkombination aus Oxycodon und Naloxon

 


Neuropathische Schmerzsyndrome führen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Sie äußern sich meist als dauerhafte, brennende oder bohrende Schmerzen, als kurze heftige Schmerzattacken oder als starke Berührungsschmerzen. Die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) hat sich im Rahmen einer prospektiven, multizentrischen Beobachtungsstudie mit 1.488 Patienten als stark wirksam zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, wie zum Beispiel Polyneuropathie oder Post-Zoster-Neuralgie, gezeigt.

Dr. Kai Hermanns vom regionalen Schmerzzentrum Berlin Prenzlauer Berg stellte dazu anlässlich der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2011 in Wiesbaden neue Studienergebnisse vor. „Patienten mit neuropathischen Schmerzen profitierten von einer Schmerztherapie mit der Fixkombination aus Oxycodon und Naloxon aufgrund der starken Analgesie und der im Vergleich zur Vorbehandlung mit schwachen Opioiden überlegenen Verträglichkeit“, erklärte er. Damit einher ging eine deutliche Steigerung der Lebensqualität.

So nahm innerhalb der vierwöchigen Beobachtungszeit die Schmerzintensität bei allen Patienten um 45 Prozent von NRS 5,7 auf NRS 3,1 ab. Im gleichen Zeitraum normalisierte sich die Darmfunktion. Der entsprechende Bowel Function Index (BFI) verbesserte sich um 60 Prozent von durchschnittlich 41,6 auf 16,5 Punkte. Auch gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwindel waren deutlich reduziert. Die Lebensqualität verbesserte sich damit bei allen Patienten um durchschnittlich 88 Prozent. Am stärksten profitierten die mit schwachen Opioiden vorbehandelten Patienten: In dieser Gruppe erhöhte sich die Lebensqualität sogar auf mehr als das Doppelte. Am Ende der Beobachtungszeit bewerteten 86,4 Prozent der Ärzte die Wirksamkeit der Therapie mit retardiertem Oxycodon/Naloxon als sehr gut und gut. In punkto „Verträglichkeit“ vergaben 89,3 Prozent der Ärzte diese Beurteilung.

Quelle: journalMED


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