Multiple Sklerose
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- 19.12.2011


MS-Experte des Dresdner Uniklinikums berät Regierung des Emirats Qatar

 


Der erfolgreiche Aufbau des Multiple-Sklerose-Zentrums der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden sorgt weltweit für Aufmerksamkeit: Auf Einladung des Emirats Qatar reist der Gründer und Leiter des Zentrums, Prof. Tjalf Ziemssen, am Sonnabend in den Wüstenstaat. Der auf die Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) spezialisierte Neurologe wurde von der Regierung als Berater verpflichtet, um im Wüstenstaat ein Behandlungszentrum nach Dresdner Vorbild aufzubauen.
Das am Klinikum etablierte Angebot, das durch den Umzug der Einrichtung in das ABAKUS-Gebäude in diesem Jahr noch ausgebaut wurde, zieht immer mehr Patienten an: Durch die erweiterten Kapazitäten stieg die Zahl der hier behandelten MS-Kranken noch einmal um rund 40 Prozent. Prof. Ziemssen reist aber nicht nur als Berater in den Nahen Osten: An zwei der drei Tage wird er auch 50 Patienten sehen.

„Eine frühe und umfassende Versorgung von MS-Patienten beeinflusst den Verlauf der Erkrankung positiv. Die Regierung von Qatar hat verstanden, dass das nicht nur gut für die Betroffenen ist, sondern auch die Behandlungskosten in späteren Jahren senkt“, sagt Prof. Ziemssen. Das Dresdner MS-Zentrum gehört mit seinen mittlerweile über 1.000 regelmäßig betreuten Patienten in Deutschland zu den größten Einrichtungen seiner Art. „Das Zentrum ist ein gutes Beispiel für die am Universitätsklinikum geleistete Spitzenmedizin“, erklärt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. „Durch die enge Verknüpfung von Krankenversorgung und Forschung können wir schwerst betroffenen Patienten die innovativsten Therapien anbieten. Gleichzeitig tragen unsere Experten mit ihren Erfahrungen und durch eigene Forschungen dazu bei, die Behandlung weiter zu verbessern.“

Seit seiner Gründung vor vier Jahren ist das MS-Zentrum stetig gewachsen – heute behandeln die Neurologen des Klinikums pro Jahr mehr als 1.000 Patienten. Als eine der bundesweit größten und renommiertesten Einrichtungen dieser Art verknüpft das Zentrum die ambulante medizinische Versorgung der Patienten mit einem umfangreichen psychosozialen Beratungsangebot und einer regen Forschungstätigkeit. Die neuen, im Sommer bezogenen Räume im zweiten Stock des ABAKUS-Gebäudes an der Blasewitzer Straße bieten Patienten, Ärzten und Forschern auf knapp 600 Quadratmetern eine optimale Infrastruktur. So ist am neuen Standort unter anderem eine engere Verknüpfung verschiedener Forschungsvorhaben der Klinik für Neurologie möglich. Damit profitieren auch die Patienten der benachbarten Parkinson-Spezialstation vom neu geschaffenen Mobilitätscenter: Hier werden ihre Mobilität und ihr Gang quantitativ erfasst, um zu Forschungszwecken von MS oder Parkinson hervorgerufene Störungen darstellen zu können.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden


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