Multiple Sklerose
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- 24.01.2012


MS-Studie zu Fumarsäure macht Hoffnung

 


Die aktuelle DEFINE-Studie der Neurologischen Universitätsklinik in Bochum beweist: Der bisher in der Psoriasis-Therapie erfolgreich angewandte Wirkstoff Fumarsäure kann den Krankheitszustand von Patienten mit Multipler Sklerose deutlich verbessern, da die Nervenzellen geschützt werden und Entzündungen im Gehirn signifikant zurückgehen.„Damit sich die industrielle Entwicklung der Medikamente wirtschaftlich vertreten lässt, müssen Unternehmen aber auch entsprechende Rahmenbedingungen vorfinden. Dies muss sich auch bei der Erstattung widerspiegeln,“ sagt Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

So sind im Vorfeld einer Zulassung zur Therapie Multipler Sklerose aufwändige Studien und Prüfungen erforderlich. Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen ist allerdings unsicher, ob sich diese Investitionen in bewährte, nicht mehr patentgeschützte Wirkstoffe jemals refinanzieren lassen, so Fahrenkamp. Dies führt oft dazu, dass man gar nicht erst an Studien mit bewährten Wirkstoffen denkt, obwohl hier ein großes Potenzial für das Gesundheitssystem und für Patienten liegt. Die großen Vorteile von Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe liegen auf der Hand, da diese Medikamente ihre Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bereits in anderen Anwendungsbereichen bewiesen haben und im Vergleich zu ganz neuen Präparaten umfassende Erfahrungen im praktischen Einsatz bestehen. Hervorzuheben sind auch die reduzierten Entwicklungskosten. „Wenn wir in Deutschland mehr medizinischen Fortschritt im Bereich bewährter Wirkstoffe wollen“, so Fahrenkamp weiter, „dann müssen sich die entsprechenden Investitionen auch wirtschaftlich tragen, das gilt gerade für mittelständische Firmen mit begrenzten Budgets. Die aktuelle Fumarsäure-Studie macht vielen MS-Patienten Hoffnung auf bessere Lebensqualität. Diese Hoffnung sollte nicht verspielt werden. Das Beispiel Fumarsäure zeigt das Potenzial bewährter Wirkstoffe – hier geht noch viel mehr!“

Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)


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