Multiple Sklerose
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- 18.09.2012


Große Studie zeigt: Gezieltes Stressmanagement kann neue MS-Herde verhindern

 


Dass Stress Krankheiten begünstigen, ja: auslösen kann, ist bekannt. Bei der MS haben Studien ebenfalls eine schubauslösende Wirkung von Stress gefunden. In einer groß angelegten, nordamerikanischen klinischen Studie haben Forscher aus mehreren Uni-Kliniken jetzt zeigen können, dass eine speziell für Menschen mit MS entwickelte Stresstherapie die Entstehung von neuen MS-Herden signifikant senken kann.

In der Studie wurde die Wirksamkeit eines Stress-Management-Programms auf die Entstehung neuer MS-Herde im MRT untersucht. Dazu wurden insgesamt 121 Menschen mit diagnostizierter schubförmiger MS in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhielt die Stress-Management-Therapie (SMT-MS), die andere Gruppe kam auf eine betreute Warteliste. SMT-MS bestand aus 16 Einzelbehandlungssitzungen über einen Zeitraum von 24 Wochen, gefolgt von einer behandlungsfreien 24-wöchgigen Nachbeobachtungsphase. Die Warteliste dauerte 24 Wochen.

Primäre Studiengrösse war die Anzahl von neuen, kontrastmittelanreichernden MS-Herden im MRT nach 8, 16 und 24 Wochen Behandlung. Sekundäre Studiengrößen waren neue oder vergrößerte T2-gewichtete MS-Herde, Veränderung des Hirnvolumens, Schübe und Stress.

Beim Vergleich der beiden Untersuchungsgruppen fanden die Forscher eine signifikante Verringerung der Anzahl neuer aktiver MS-Herde bei den Patienten in der SMT-MS-Gruppe. Auch war die Anzahl von Patienten, die überhaupt keine neuen, aktiven Herde aufwiesen, in der SMT-MS-Gruppe signifikant größer als in der Vergleichsgruppe. Diese Wirkungen der SMT-MS waren am Ende der 24-wöchigen Nachbeobachtungsphase nicht mehr feststellbar.

Die Forscher ziehen aus diesen Ergebnissen den Schluss, dass SMT-MS zur Verhinderung des Entstehens neuer MS-Herde nutzbringend eingesetzt werden kann. Diese Studie zeigt mit höchster Qualität (Evidenzklasse I), dass das Stressmanagement Programm SMT-MS bei MS die Entstehung neuer MS-Herde eindämmen kann. Die Wirkung hielt nur während der Behandlung an und verschwand nach Therapieende wieder. Klinische Vorteile (abnehmende Schubhäufigkeit und -schwere; Besserung von vorliegenden Behinderungen) wurden nicht beobachtet.

Zum Originalartikel der MS-Gateway

Quelle: MS-Gateway


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