Multiple Sklerose
Anzeige
 
e-med Forum Multiple Sklerose 20. November 2019 Kontakt  Impressum  Datenschutz  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

- 05.02.2013


Sichere Passwörter: Hasso-Plattner-Institut nennt fünf Grundregeln

 


Aus Anlass des Safer Internet Day hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI)
die Bürger zu mehr Sorgfalt bei
der Wahl von Passwörtern aufgerufen. Rund 30 Prozent der
Internetnutzer suchten sich eine Folge von sechs oder weniger Zeichen
aus, sagte Christoph Meinel, Professor für Internet-Technologien und
-Systeme und Direktor des Potsdamer Instituts. Das reiche für einen
sicheren Zugangsschutz längst nicht aus. Laut Studien griffen 60
Prozent lediglich auf eine sehr begrenzte Auswahl von Buchstaben und
Zahlen zurück, so der Wissenschaftler.
Das weltweit am meisten verwendete Passwort ist nach seinen Worten
die Ziffernfolge "123456". Auf den Plätzen zwei und drei rangierten
"12345" und "123456789". Hacker könnten einen solch schwachen
Zugangsschutz mit automatisierten Methoden innerhalb einer Sekunde
knacken und bräuchten dafür im Durchschnitt nur gut 100 Versuche, so
Meinel. In nur 17 Minuten könne ein Hacker 1.000 derartig schwach
geschützte Zugänge knacken.

"Leider zeigen internationale Untersuchungen, dass die
Passwort-Praxis sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten kaum
verbessert hat", berichtete der HPI-Direktor. Nach wie vor wähle rund
die Hälfte der Internetnutzer dasselbe oder ein ähnliches Passwort
für sämtliche Seiten, die ein Log-in erfordern. "Beliebt sind leider
kurze und einfache Begriffe - selbst für Zugänge zu sehr privaten
Daten und Informationen", kritisierte Meinel.

In der Ausbildung seiner IT-Ingenieursstudenten bringt das Institut
den Studierenden bei, konsequent fünf Grundregeln für sichere, starke
Passwörter zu beachten:

1. Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatum
oder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem
genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden

2. Begriffe vermeiden, die aus einem Wörterbuch stammen (könnten)

3. Mindestens vier Arten von Schreibweisen verwenden, also
groß/klein, Buchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie !@#%$*~;.

4. Dem Passwort eine Länge von mindestens acht Zeichen geben

5. Niemals dasselbe Passwort für alle Konten verwenden.

Um ein Passwort zu finden, dass man sich leicht merken kann, rät
Internetprofessor Meinel, sich einen Satz auszudenken, der Wörter,
Zahlen und Zeichensetzung enthält. Als Beispiel wählt er den Satz
"Mein zweites Auto war ein VW Golf!" Nehme man den ersten Buchstaben
eines jeden Worts, die Zahl und das Satzzeichen und schreibe dies
hintereinander auf, ergebe sich aus diesem Merksatz das Passwort
"M2.AweVWG!"

"Dieses Verfahren ergibt jeweils ein sehr sicheres Passwort, an das
man sich mit Hilfe des Merksatzes so lange leicht erinnern kann, bis
man es schließlich auswendig beherrscht", betont Meinel. Wenn man für
verschiedene Konten verschiedene Passwörter nutze, könne man sich
ruhig schriftliche Notizen machen und diese ins Portemonnaie stecken.
"Aber statt des Passworts sollte man den Merksatz aufschreiben oder -
noch besser - einen Hinweis, der an den Merksatz erinnert", rät der
Informatiker.

Quelle: Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)


...zurück zur Newsübersicht / Startseite
...zurück zur Newsübersicht / Archiv
...zurück zur Gesundheitsnews-Suche