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- 06.11.2013


Moderne Schmerzmedizin: „Nationaler Aktionsplan nötig, statt Flickenteppich“

 


Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft fordert Bund und Länder zum Handeln auf
Bundesweit mangelt es an Transparenz für Bürgerinnen und Bürger über Strukturen, Qualität und Möglichkeiten der Schmerzversorgung in Deutschland.
Zudem sollte das Thema ?Schmerzen? eigenständiger Beratungspunkt einer zukünftigen Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) sein und nachfolgend in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe umfassend aufgegriffen werden. Beispielsweise sind die Bundesländer für eine adäquate Schmerzversorgung im Bereich der Krankenhäuser zuständig, aber auch für Details der ambulanten Bedarfsplanung.

Überfällig ist beispielsweise ein entschiedener Aufbau der Versorgungsforschung, etwa durch ein deutsches Schmerzregister bei chronischen Schmerzen.
Fragen des Vertragsrechts und der Qualitätssicherung müssen auf Ebene des Bundes fortentwickelt werden. Schmerzspezialisten in der Niederlassung brauchen eine ausreichende und stabile Finanzierungsgrundlage ihrer Tätigkeit.
Ein weiteres Defizit sind zwischen Leistungs-/Kostenträgern und Bundesressorts verstreute Zuständigkeitsfragen, wenn es darum geht, besondere Zielgruppenprogramme für beispielsweise Kinder, Jugendliche oder ältere Menschen aufzulegen oder aber Erwerbstätige bzw. berufsunfähige Menschen gut zu versorgen und dabei in dem großen Thema weiterzukommen, die Entwicklung chronischer Schmerzerkrankungen durch frühzeitige Maßnahmen überhaupt zu verhindern.

Notwendig ist jetzt auch die engagierte Umsetzung der beschlossenen Einbindung der Schmerzmedizin als eigenes Prüfungsfach in die Lehre an Universitäten.
Zudem muss die Qualität der Schmerzversorgung neben den nötigen Schritten zur Vermeidung und Behandlung chronisch schmerzkranker Menschen auch im Bereich akuter Schmerzen verbessert werden. Die Daten der Bundesregierung zeigen: Rund 40 Prozent der Kliniken haben hier Lücken, die Patientinnen und Patienten unnötig leiden lassen. Nur rund 15 Prozent der Kliniken nehmen an speziellen Zertifizierungen zum Schmerzmanagement teil.

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.


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