Multiple Sklerose
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- 18.03.2015


Wissenschaftler stellen vibrierenden Kompassgürtel für Blinde und Hörgegeschädigte auf der CeBIT vor

 


Die Universität Osnabrück wird auf der weltgrößten Technikmesse CeBIT vom 16. bis zum 20. März in Hannover vertreten sein. Das Team um Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Peter König stellt einen vibrierenden Navigationsgürtel vor, der Senioren, Blinde und Hörgeschädigte zuverlässig durch die Straßen und die Landschaft führt. Der Navigations- und Freizeitgürtel kann auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen (Halle 9, Stand C28) ausprobiert werden.

Herkömmliche Navigationsgeräte haben meistens einen Display und die Option, die Navigationsanweisung per Sprache auszugeben. Diese Ausgabemodalitäten lenken aber die visuelle und auditorische Aufmerksamkeit von der aktuellen Verkehrssituation ab. Außerdem muss das Navigationsgerät gerade bei Fußgängern oft aus der Tasche genommen und in der Hand gehalten werden. »Durch unseren Navigationsgürtel kann der Benutzer durch vibrierende Reize ans Ziel geführt werden«, so Prof. König. Augen und Ohren können sich weiterhin auf den herannahenden Verkehr und zeitgleiche Unterhaltungen konzentrieren.

In dem Gürtel steckt ein Kompass, der fortlaufend das Erdmagnetfeld misst. Er schickt das Signal an einen von 32 Vibrationsmotoren, die sich rings um die Taille reihen. Der Motor, der jeweils nach Norden zeigt, vibriert. Darüber hinaus ist über Bluetooth die Verbindung mit einem Smartphone möglich, um sich GPS Koordinaten oder Routen anzeigen zu lassen.

Auf der Messe können Besucher den Prototypen des Gürtels ausprobieren, voraussichtlich in einer virtuellen Umgebung mithilfe einer Videobrille. »Wir erhoffen uns Diskussionen, Vorschläge und Rückmeldungen zu der Idee, einen Gürtel als taktiles Navigationsgerät einzusetzen«, so der Osnabrücker Kognitionswissenschaftler König. Auch der Kontakt zu potentiellen Kooperations- und Industriepartnern ist willkommen. In dem Navigationsgürtel stecken inzwischen zehn Jahre Forschungsarbeit.

Quelle: Universität Osnabrück


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