Multiple Sklerose
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- 02.06.2015


Kongressvorschau: Pioniere der Forschung – Meilensteine in der Therapie des Gehirns und der Nerven

 


Von Alzheimer bis ZNS: Vom 23. bis 26. September findet in Düsseldorf der größte deutschsprachige Neurologie-Kongress statt
Der Termin des 88. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vom 23. bis 26. September in Düsseldorf rückt näher. Unter dem Motto „Mensch im Blick – Gehirn im Fokus“ werden rund 6000 Neurologen und Neurowissenschaftler zu einem der größten Medizinkongresse Deutschlands erwartet. Die DGN präsentiert ein spannendes Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsprogramm mit Symposien, Vorträgen und Posterpräsentationen aus allen Bereichen der Neurologie: Demenzen, Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall, Schmerzen, Migräne oder Schwindel sowie zahlreiche weitere Erkrankungen des Gehirns und der Nerven. Aktuell und viel diskutiert in diesem Jahr: die unterschätzte Bedeutung der bakteriellen Besiedlung des Darms und ihre Auswirkung auf unsere Gesundheit sowie therapeutische Zukunftsszenarien bei Multipler Sklerose oder Schlaganfall. Außerdem die kürzlich verschärften Regeln in der Hirntoddiagnostik sowie die anstehenden Umwälzungen in der Akuttherapie des Schlaganfalls durch die Endovaskuläre Therapie. Gastgeber sind die Kongresspräsidenten Prof. Hans-Peter Hartung, Direktor der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sowie Prof. Ralf Gold, Erster Vorsitzender der DGN und Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum. Aktuelle Informationen auf http://www.dgnkongress.de.

Darmtherapie fürs Gehirn:
Im Fokus steht in diesem Jahr unter anderem das Mikrobiom: Die bakterielle Besiedlung des Darms könnte im menschlichen Organismus einen größeren Einfluss als erwartet auf den Verlauf komplexer Autoimmun-Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose haben. Aktuelle Erkenntnisse zu diesem Thema präsentiert Prof. Hartmut Wekerle vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie und Klinikum Großhadern in München in einem Gastvortrag im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung.

Vernachlässigte Hirnzellen unter der Lupe:
Ebenfalls in der Eröffnungsveranstaltung spricht Prof. Klaus-Armin Nave vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. Er ist international führender Experte für Gliazellen, ein Zelltyp des Nervensystems, dessen Rolle bei der Krankheitsentstehung und Therapie von neurologischen Erkrankungen noch wenig untersucht ist. Seine experimentellen Erkenntnisse bilden die Grundlage für das Verständnis und die Entwicklung neuartiger Behandlungen für bislang unheilbare neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose.

Gesellschaftlich relevant: Schlaganfall und Hirntoddiagnostik:
Weitere Schwerpunkte des wissenschaftlichen Programms: Die Endovaskuläre Therapie kann bei der akuten Schlaganfallbehandlung viele Menschen vor Tod und Behinderung bewahren, dies haben zahlreiche Studien in den vergangenen Monaten gezeigt. Die Frage lautet jetzt: Wie kann diese Behandlungsoption möglichst schnell in den Alltag der Stroke Units umgesetzt werden?
Ein weiteres brisantes Thema ist die aktuelle Entwicklung im Bereich Hirntoddiagnostik: Die Bundesärztekammer hat eine Veränderung der Richtlinie zur Feststellung des Hirntods beschlossen, unter anderem muss einer der beiden untersuchenden Ärzte ein Neurologe oder Neurochirurg sein – eine Forderung, die bereits Anfang 2014 von der DGN mit anderen neurologischen Fachgesellschaften formuliert worden war.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)


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